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Abgasskandal Porsche

3,0 Liter Diesel-Motor von Audi Auslöser für Prozesserfolge gegen Porsche

Durch die Verwendung der 3,0 und 4,2 Liter Diesel-Motoren von Audi (EA 896 und 897) hat sich auch die Nobelmarke Porsche tief in den Abgasskandal katapultiert. Diese Motoren existieren sowohl in einer Euro 5 als auch in einer Euro 6 Variante, bei beiden Varianten wurde die Abgasreinigung unzulässigerweise im Realbetrieb reduziert. Auch Euro 4 Fahrzeuge sind betroffen.

Abgasskandal Porsche: Die Hintergründe

2007

Auf der Motorshow in Detroit im Januar stellt Audi eine neue und umweltfreundliche Diesel-Technik für Pkw vor. Damit will Audi den US-Markt erobern. Mit einer Flüssigkeit namens AdBlue (eine Mischung aus Harnstoff und Wasser) sollen die gefährlichen Stickoxide, die Dieselmotoren ausstoßen, unschädlich gemacht werden. Die Technik gibt es bereits seit 2004 bei Lkw, diese haben dafür einen großen Zusatztank an Bord.

2009

Audi bringt mit dem Q7 seinen ersten, angeblich sauberen Diesel mit 3.0 Liter Motor in den USA auf den Markt und liefert Motor und Abgastechnik für einen VW-Touareg. Die Modelle kommen 2009 auch in Europa auf den Markt.

09/2015

In den USA wird der Skandal öffentlich: Die US-amerikanische Umweltbehörde EPA wirft VW vor, mit einer speziellen Software die Messung des Schadstoffausstoßes bei Diesel-Fahrzeugen manipuliert zu haben. VW gibt den Sachverhalt zu. Die Pkw halten im Testlabor die Grenzwerte für Schadstoffe ein. Faktisch stoßen die Fahrzeuge im Realbetrieb auf der Straße jedoch ein Vielfaches mehr Stickoxide aus als erlaubt.

11/2015

Audi gibt erstmals zu, in Fahrzeuge mit Drei-Liter-Dieselmotoren eine Abschalteinrichtung eingebaut zu haben. Autos erschienen damit auf dem Prüfstand sauberer, als sie im Normalbetrieb auf der Straße waren.

04/2016

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) veröffentlicht Abgasmessungen im Rahmen der sogenannten "Untersuchungskommission Volkswagen", demnach haben nahezu alle Hersteller zweifelhafte Abgasstrategien verwendet. Aber niemand außer VW habe betrogen. Daraufhin bessern Porsche, Audi, VW, Daimler und Opel insgesamt rund 630.000 Autos nach – "freiwillig", betonen die Hersteller.

01/2017

VW und Audi einigen sich mit den US-Behörden. Die Autobauer geben zu, in den USA Kunden getäuscht zu haben, und verpflichten sich zu Rückkauf oder Umbau und Schadenersatz. Der VW-Konzern akzeptiert zudem Strafen in Milliardenhöhe.

03/2017

Während der Bilanzpressekonferenz mit Konzernchef Rupert Stadler durchsucht die Staatsanwaltschaft München II die Firmenzentrale von Audi in Ingolstadt. Es wird ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt eingeleitet wegen des Verdachts des Betruges und der strafbaren Werbung.

06/2017

Bei den Audi-Modellen A7 und A8 der Euro-Abgasnorm 5 werden Abgasmanipulationen festgestellt. Das Bundesverkehrsministerium fordert Audi zum Rückruf von 14.000 Autos in Deutschland auf.

08/2017

"Dieselgipfel" in Berlin. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) teilt mit, dass 5,3 Millionen Dieselautos in Deutschland mit einer neuen Software weniger Schadstoffe ausstoßen sollen, auf freiwilliger Basis der Autokonzerne. Audi will bei 850.000 Autos ein Software-Update aufspielen.

10/2017

Die bayerische Justiz nimmt Ex-Audi-Topmanager Wolfgang Hatz fest. Er kommt wegen Verdunkelungsgefahr in U-Haft. Erst im Juni 2018 wird er gegen eine Kaution in Höhe von drei Millionen Euro freigelassen.

01/2018

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) verhängt für V6-Dieselmodelle von Audi einen Zwangsrückruf. Bei den Audi-Modellen A4, A5, A6, A7, A8, Q5, SQ5 und Q7 mit der Abgasnorm 6 seien "unzulässige Abschaltvorrichtungen" festgestellt worden. Betroffen sind ca. 130.000 Pkw.

02/2018

Die Staatsanwaltschaft München II führt weitere Razzien in der Ingolstädter Audi-Zentrale und bei aktuellen oder früheren Audi-Mitarbeitern sowie bei Vorständen durch.

05/2018

Das KBA geht einem neuen Verdacht auf Abgasmanipulationen in den Audi-Modellen A6 und A7 nach. Audi stoppt daraufhin die Produktion des als Dienstwagen nachgefragten A6. Vorstandschef Stadler räumt gravierende Fehler ein. Es sei aber keine Manipulationssoftware verbaut, sondern man habe versäumt, einen Softwarebaustein für die Motorsteuerung bei den auslaufenden A6- und A7-Modellen zu entfernen. Das Software-Update für diese Modelle sei fertig.

06/2018

Audi-Chef Rupert Stadler und ein weiteres Vorstandsmitglied stehen unter Betrugsverdacht. Die Münchener Staatsanwaltschaft wirft ihnen "mittelbare Falschbeurkundung" vor. Die Ermittler verdächtigen Audi, in den USA und Europa ab 2009 mindestens 210.000 Dieselautos mit manipulierter Software verkauft zu haben. Sie ermitteln wegen Betrugs und strafbarer Werbung. Auch Stadlers Privathaus wird durchsucht, am 18. Juni wird er in Untersuchungshaft genommen.

07/2018

Neben VW werden auch bei Audi Probleme mit dem künftigen Prüfstandard WLTP bekannt. Die Produktion gerät ins Stocken, die Werksferien müssen verlängert werden.

10/2018

Audi trennt sich von Stadler, der sich noch immer in Untersuchungshaft befindet. Erst Ende Oktober wird er nach vier Monaten gegen Leistung einer Sicherheit aus der U-Haft entlassen.

Audi muss im Dieselskandal ein Bußgeld in Höhe von 800 Millionen Euro zahlen. Der Autobauer akzeptiert den Bescheid der Münchner Staatsanwaltschaft. Ermittlungen gegen natürliche Personen im Zusammenhang mit der Dieselaffäre laufen jedoch weiter.

11/2018

Audi hat Probleme mit dem neuen Abgasprüftest WLTP und hat im Oktober in Europa nur halb so viele Autos verkauft wie im Oktober des Vorjahres. Ein Grund: Viele neue Modelle haben noch keine Zulassung. Audi startet in Deutschland den ersten von insgesamt acht Rückrufen für Autos mit V-TDI-Motoren. Bundesweit sind rund 151.000 Autos betroffen.

03/2019

Audi-Chef Bram Schot spricht von gewaltigen Herausforderungen und plant einen massiven Konzern-Umbau. Eine BR-Recherche ergibt: Audi plante auch Manipulationen von Tests von Umweltbehörden und dem ADAC.

04/2019

Die EU-Kommission vermutet illegale Absprachen des sogenannten 5er-Kartells bei der Abgasreinigungstechnik. BMW, Daimler, Volkswagen, Audi und Porsche sollen von 2006 bis 2014 gegen EU-Kartellvorschriften verstoßen haben, indem sie sich bei der Entwicklung von Technologien zur Reinigung der Emissionen von Diesel- und Benzin-Pkw abgesprochen haben. Den Autobauern drohen hohe Geldstrafen.

05/2019

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart verhängt gegen Porsche wegen fahrlässiger Verletzung der Aufsichtspflicht ein Bußgeld in Höhe von 535 Mio. Euro. Angeprangert werden dabei V6- und V8-Audi-Motoren in Dieselfahrzeugen der Porsche AG. Porsche akzeptiert die Zahlung.

06/2019

Der Audi-Vorstand schwört die Belegschaft auf einen harten Sparkurs ein. Der Automobilhersteller habe einen "schlechten Wirkungsgrad", heißt es auf der Betriebsversammlung. Insider schätzen, dass bis 2025 tausende Arbeitsplätze wegfallen könnten. BR-Recherche deckt auf: Intern war der Skandal viel früher und weitaus mehr Verantwortlichen bei Audi bekannt als bisher angenommen. Dokumente belegen, dass auch das KBA früher und umfassender Bescheid wusste als angenommen.

07/2019

Im Dieselskandal ist Anklage gegen den früheren Audi-Chef Stadler sowie drei weitere Beschuldigte erhoben worden. Ihnen werde Betrug, Falschbeurkundung sowie strafbare Werbung vorgeworfen, teilte die Münchner Staatsanwaltschaft mit.

09/2019

Audi hat weiterhin Probleme bei der Nachrüstung manipulierter Diesel-Fahrzeuge mit Software-Updates. So hat das Unternehmen den Behörden für diverse Modelle noch immer keine vollständigen Antragsunterlagen für die Updates vorgelegt.

10/2019

Nach BR-Recherchen prüft das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) den Fall Audi mittlerweile seit fast vier Jahren. Bereits im Dezember 2015 konfrontierten Beamte Audi-Manager bei einem Treffen mit dem Vorwurf, in älteren Euro 4-Dieselfahrzeugen mit größeren 2,7 und 3,0 Liter-Motoren sei eine unzulässige Abschalteinrichtung verbaut.

11/2019

Der frühere BMW-Einkaufsvorstand Markus Duesmann wird neuer Audichef und soll im April 2020 den Chefsessel von Bram Schot übernehmen. Unterdessen fordern Ingolstadts Bürgermeister Lösel, die Gewerkschaft IG Metall und der Audi-Betriebsrat vom Bund finanzielle Unterstützung für den Audi-Standort. Das Kraftfahrt-Bundesamt ordnet den Rückruf von weiteren 65.000 Diesel-Fahrzeugen von Audi und VW an. Auch in Autos der Schadstoffklasse Euro 4 mit leistungsstärkerem 3-Liter-Motor ist laut der Behörde eine unzulässige Abschalteinrichtung verbaut.

01/2020

Der Dieselskandal bringt das Landgericht Ingolstadt an seine Belastungsgrenze. Auch vier Jahre nach dem Bekanntwerden der Betrugssoftware reißt die Klageflut nicht ab. Aus dem gesamten Bundesgebiet reichen Diesel-Käufer am Audi-Standort Klage ein.

02/2020

Mehrere Audi-Mitarbeiter sollen kurz nach Bekanntwerden des Dieselskandals im Herbst 2015 große Mengen Papier-Akten geschreddert und entsorgt sowie Dateien auf Computern mit einer professionellen Software gelöscht haben. Das Online-Magazin Business-Insider spricht von Schredder-Orgien.

05/2020

Laut einem Urteil des Bundesgerichtshofs haben Käufer manipulierter Dieselautos grundsätzlich Anspruch auf Schadenersatz. Sie können ihr Fahrzeug zurückgeben und von Volkswagen den Kaufpreis teilweise zurück verlangen, heißt es in dem Urteil im Zusammenhang mit dem Dieselskandal. (zitiert vom BR). Mit dem Skandal rund um manipulierte Abgaswerte wurde in der Vergangenheit hauptsächlich VW assoziiert. Zunehmend wird jedoch bekannt, dass auch andere Autobauer getrickst haben – und seit ca. 1,5 Jahren ermittelt die österreichische Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft nicht nur gegen die Volkswagen AG und rund 50 andere Personen, sondern auch gegen die Porsche AG. Und auch andere Behörden, wie die Europäische Kommission ermitteln gegen Porsche. Interessant ist, dass von der Europäischen Kommission u.a. wegen Absprachen zwischen den Autobauern – u.a. der Porsche AG und der Volkswagen AG – ermittelt wird, da diese illegalen Absprachen in Bezug auf Technologien der Abgasreinigung getroffen hätten. Damit bekommt die Ausrede, „die anderen haben dies ja auch gemacht“ ein völlig anderes Gewicht.

Offizielle Rückrufe bei Porsche im Abgasskandal

2017 wurde erstmals eine unzulässige Abschalteinrichtung bei dem Diesel-Modell Cayenne festgestellt. Es kam zu einer umfangreichen Rückrufaktion, zehntausende Autos mussten in die Werkstätten zurückgebracht werden. Nach einem dreimonatigen Zulassungsstopp legte der Hersteller eine Lösung in Form eines Software-Updates vor, die vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) akzeptiert wurde. Kurz darauf kam heraus, dass auch das Modell Macan von der Manipulation betroffen ist. Erneut wurden 60.000 Fahrzeuge vom KBA beanstandet. 2018 schließlich bewahrheiteten sich die Befürchtungen der Fahrer des letzten Porsche-Diesel-Modells: Auch beim Panamera wurde manipuliert.

Muss ich dem Rückruf nachkommen?

Wir raten von der Durchführung eines Software-Updates aus mehreren Gründen ab. Die Folgen eines solchen Updates sind – insbesondere langfristig gesehen – noch nicht absehbar. Unsere Erfahrung aus tausenden VW-Kunden zeigt, dass eine Vielzahl von betrogenen Käufern mit den Folgen des Updates zu kämpfen haben.

Ein höherer Spritverbrauch sowie ein erhöhter Verschleiß einzelner Bauteile, Leistungsverlust, bis hin zum Ruckeln des Motors sowie eine sogenannte "Versottung" des Abgasrückführungsventils waren nicht selten Folgeschäden eines Software-Updates. Dieses Risiko ist aus unserer Sicht – sowie auch zahlreicher österreichischen Gerichte – keinem Käufer zuzumuten.

Welche Porsche-Modelle sind vom Abgasskandal betroffen?

Betroffene Porsche-Modelle und Motoren (Diesel)

Die V6 Motoren der Baureihe VW EA 897 und die V8 Motoren vom Typ VW
EA 898 reihen sich in die lange Liste der betroffenen Motoren im Abgasskandal ein.

Verbaut sind diese Motoren in den Diesel-Fahrzeugen von Porsche der Schadstoffklassen Euro 5 und Euro 6, wahrscheinlich auch Euro 4:

· Porsche Macan S 3.0 Diesel

· Porsche Cayenne Diesel

· Porsche Cayenne S Diesel

· Porsche Panamera 4S

Im Prinzip sind diese Motoren zwischen 2008 und August 2018 verbaut worden.

Mehrere Strategien zur Verhinderung der Abgasreinigung:

Das Landgericht Krefeld (Az. 2O 454/18) kritisierte beispielsweise wie das KBA beim auch von Porsche eingesetzten Motor (EA 897) in einem Verfahren auch die Manipulation am Emissionskontrollsystem auf mehrere Arten:

Die Aufheizstrategie im Abgassystem soll theoretisch dazu führen, dass die emittierte Schadstoffmenge reduziert wird. Die Aufheizstrategie ist von zahlreichen Parametern wie Ansaugluft-, Motor-, Abgas- und Umgebungstemperatur abhängig. Damit die Strategie zum Ziel führt, müssen ganz bestimmte Parameter eingehalten werden. Beim Audi Q 5 mit dem 3-Liter-Motor waren die Parameter so gewählt, dass die für die Abgasreinigung notwendige Aufheizstrategie nur auf dem Prüfstand funktionierte. Im Realbetrieb schaltete der Motor die Aufheizstrategie einfach ab.

Das KBA hatte in dem Motor darüber hinaus festgestellt, dass es im Rahmen der Ad-Blue-Eindüsung in den SCR-Katalysator zwei Betriebsmodi gibt. Ad-Blue sorgt im Katalysator dafür, dass die Stickoxidemission erheblich gemindert wird und die Euro-6-Norm eingehalten wird. Im sogenannten Speichermodus wird genügend Ad-Blue eingespritzt, im Sparmodus wird der Verbrauch reduziert, so dass die Stickoxidemission wieder ansteigt. Welcher Modus gewählt wird, ist von verschiedenen Parametern wie Außentemperatur und Fahrgeschwindigkeit abhängig.

Die Manipulation des Abgaskontrollsystems soll dann noch von einem sogenannten Thermofenster abgerundet worden sein. Außerhalb eines Temperaturfensters von 17 bis 33 Grad soll die Abgasreinigung mittels Software reduziert worden sein. Da die Durchschnittstemperatur in Deutschland darunterliege, habe dies zur Folge, dass das Fahrzeug im Alltagsbetrieb praktisch zu keinem Zeitpunkt mit einem vollwirksamen Emissionskontrollsystem verwendet wird.

Nun soll der Europäische Gerichtshof (EuGH) über die Zulässigkeit des Thermofensters entscheiden. Ein Urteil gegen die Autobauer hätte weitreichende Konsequenzen für den kompletten Diesel-Markt.

Abgasskandal Porsche: Herbe Wertverluste bei Diesel-PKW

Durch den Abgasskandal hat der Diesel als einstiger Liebling der Österreicher ausgedient. Bereits zum Zeitpunkt des Ankaufes hat der jeweilige Käufer ca. 20 % zu viel bezahlt im Vergleich zu einem unmanipulierten Auto. In Gerichtsprozessen (bis jetzt gegen die Volkswagen AG, aber wahrscheinlich auch für Mercedes gültig) haben Sachverständige einen zum Zeitpunkt des Kaufes bestehenden Minderwert von ca. 15 – 33 % festgestellt.

Abgasskandal Porsche: Warum sollte ich meine Ansprüche jetzt durchsetzen?

Den Betrug von Audi sollten betroffene Kunden nicht auf sich sitzen lassen und schnell aktiv werden. Mit einer Verjährung der Ansprüche gegenüber dem Hersteller – also Porsche – ist nach drei Jahren, demzufolge also frühestens im Jahr 2021 zu rechnen. Wir raten betroffenen Porsche-Fahrern aber dennoch, ihre Rechte im Abgasskandal so bald wie möglich geltend zu machen. Im Falle von VW, Audi & Co. wurden viele Kunden bereits erfolgreich wegen des Minderwertes (Wertverlust beim Wiederverkauf) ihres Diesel-Fahrzeugs entschädigt. Und auch wegen Porsche- Modellen laufen in Österreich und Deutschland schon zahlreiche Klagen, wir haben bereits für Dutzende Porsche-Besitzer sehr zufriedenstellende Ergebnisse erzielen können.

Hinzu kommt, dass der Nutzungsersatz, der vom Kaufpreis in Abzug gebracht wird: dieser steigt, je länger Sie mit dem Auto fahren. Und auch die Gefahr, dass an dem Auto Schäden auftreten, nimmt zu, je länger Ihr PKW in Gebrauch ist.

Abgasskandal Porsche: Wie kann ich meine Ansprüche durchsetzen?

Wenn Sie zusammen mit uns gegen Porsche oder dem Motorenhersteller Audi wegen eines Porsche vorgehen wollen, stehen Ihnen verschiedene rechtliche Möglichkeiten zur Verfügung.

Rückzahlung des Kaufpreises gegen Rückgabe des Fahrzeuges

Diese Option ist unsere klare Empfehlung. Durch den Abgasskandal haben Diesel-Autos von Porsche stark an Wert verloren. Durch die Kaufpreiserstattung haben Sie die Möglichkeit, Ihren Porsche-Diesel zu lukrativen Konditionen loszuwerden. Sie fordern den Kaufpreis gegen Rückgabe Ihres PKW zurück oder Sie verlangen einen vergleichbaren Neuwagen, der die europäischen Grenzwerte im Realbetrieb einhält. Ein Nutzungsersatz wird abgezogen, dafür erhalten Sie 4 % Zinsen jährlich auf den Kaufpreis.

Geltendmachung des bereits beim Kauf bezahlten tatsächliche nicht vorhandenen Mehrwertes (Wertminderung, Minderwert)

Es kann gute Gründe geben, warum Sie Ihr Auto behalten möchten. Wenn Sie allerdings trotzdem auf den zu viel bezahlten Betrag nicht verzichten wollen, können Sie Schadensersatz fordern. Dieser beträgt in der Regel ca. 20 % des Kaufpreises.

Kostenrisiko?

Unser Anspruch ist es, jedem vom Abgasskandal betroffenen Autofahrer die Möglichkeit zu geben, seine Rechte durchzusetzen – ohne Kostenrisiko und ohne Aufwand. Der Abgasskandal bei Porsche und die damit verbundenen Auswirkungen, wie Wertverluste oder Fahrverbote, haben bei den Betroffenen bereits tiefe Einschnitte im Geldbeutel hinterlassen. Genau deshalb wollen wir Ihre Kostenrisiken nicht weiter strapazieren.

Vorgehen mit Rechtsschutzversicherung:

Sofern Sie eine Rechtsschutzversicherung haben, übernimmt diese die Kosten zur Geltendmachung Ihrer Ansprüche. Der Vorteil, den Sie als Rechtsschutzversicherter haben: Jeder Cent, den ein Autokonzern oder Händler Ihnen am Ende des Tages zahlt, bleibt bei Ihnen. Wir stellen für Sie kostenfrei die Deckungsanfrage und kümmern uns im Anschluss um die Kommunikation und Abwicklung mit Ihrem Versicherer. Wir empfehlen, uns die Kommunikation mit dem Rechtsschutzversicherer zu überlassen, wir haben die Erfahrung aus hunderten Fällen. Bei der Beauftragung für die Durchsetzung Ihrer Ansprüche senden wir direkt die Deckungsanfrage an Ihre Versicherung. Schneller und einfacher geht es nicht.

Vorgehen ohne Rechtsschutzversicherung:

Falls Sie keine Rechtsschutzversicherung haben sollten, wenden wir uns an Sie, um die weitere Vorgangsweise zu besprechen. Da ein Strafverfahren gegen die Porsche AG und den Motorenhersteller Audi AG in Österreich läuft, empfehlen wir einen Privatbeteiligtenanschluss im Strafverfahren. Dieser stoppt einerseits die Verjährung, andererseits werden Sie im Strafakt in die Liste der Geschädigten aufgenommen und bestehen gute Chancen, dass Sie in der Zukunft einen Vergleichsbetrag angeboten erhalten. Die Kosten von EUR 150,00 plus USt decken nicht nur die Erstellung und Einbringung des individuell ausgearbeiteten Privatbeteiligtenanschlusses ab, sondern auch die laufende – möglicherweise jahrelang dauernde Betreuung des Strafaktes für Sie samt regelmäßiger Informationen, wie sich das Strafverfahren entwickelt und ob es Vergleichsangebote gibt.

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